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  • AutorenbildMarschallplan Eventmanagement

Nachhaltige Events - geht das?




Drei Unternehmen aus der Region Neckar-Alb bieten nachhaltiges Veranstaltungsmanagement nach ISO 20121: Marschallplan Eventmanagement und Vöhringer Veranstaltungstechnik aus Pfullingen sowie die Eventhandwerker aus Reutlingen sind frisch zertifiziert. Zu dritt schaffen sie ein ressourcenschonendes Veranstaltungsangebot für die Region. Auftraggebern bieten sie damit Wissenstransfer und Unterstützung beim Erreichen von Nachhaltigkeitszielen.

„Nimm nur Eindrücke mit, hinterlasse nichts außer Fußspuren“ – das Zitat von Chief Seattle passt vordergründig gut zur Veranstaltungsbranche: Events schenken Gästen „Zeit statt Zeug“. Doch sie beruhen bislang selten auf effizienten, nachhaltigen Konzepten. Dass es auch anders geht, beweisen drei Eventdienstleister aus der Region Neckar-Alb.


Wofür steht die Zertifizierung?


„DIN ISO 20121 Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement“ ist eine internationale Norm. Sie ermöglicht Akteuren im Veranstaltungsbereich, die gesamte Wertschöpfungskette eines Events umweltschonend auszurichten. Damit zählt sie zu den wenigen, branchenspezifischen Normen für ein nachhaltiges Managementsystem. Sie umfasst so gut wie alle Aspekte eines Events, von der Anreise der Gäste und der lokalen Logistik über die Energieeffizienz und das Recycling bis hin zur Vermeidung von CO2. Zu den Vorreitern im Umkreis gehört die Messe Stuttgart, sie gewann 2023 den 16. Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Veranstaltungs- und Messewirtschaft.


Mit dem richtigen Konzept ist weniger mehr


„In Bezug auf Nachhaltigkeit gibt es in der schnelllebigen Eventbranche viel Luft nach oben, das ist uns bewusst“, sagt Simone Marschall von Marschallplan Eventmanagement.

Für Unternehmen inszeniert sie mit ihrem Team einzigartige Events: „Für Marschallplan liegt die Herausforderung darin, individuelle Konzepte möglichst effizient und ressourcenschonend umzusetzen. Denn das Thema Nachhaltigkeit wird immer wichtiger, weshalb wir es proaktiv angehen“. Marschall setzt auf starke Eventideen mit rotem Faden: „Ein gutes Konzept wirkt durch die Reduktion aufs Wesentliche – es braucht keinen Aktionismus.“ Bastian Schenk von den Eventhandwerkern ergänzt: „Die Zertifizierung heißt nicht, dass wir jetzt unser Angebot komplett umstellen. Vielmehr beraten wir Kunden und zeigen Möglichkeiten auf. Unser Ziel sind gut informierte Auftraggeber, die frei entscheiden können, welche Ideen sie aufgreifen möchten“.


Wiederverwenden statt wegwerfen


„Wiederverwenden statt wegwerfen“ ist ein Motto, dass die drei etablierten Eventunternehmer schon lange beherzigen. So verlegt Knut Vöhringer von Vöhringer Veranstaltungstechnik auf Messeständen seit Jahren Teppichfließen statt Wegwerfteppich: „Wir setzen auf hochwertiges Equipment zur langfristigen Nutzung. Für dessen Reparatur betreiben wir eine eigene Werkstatt“. Beim Blick in die Lagerräume der drei Eventprofis sieht man wenig Folie und Einwegpaletten, stattdessen überwiegen Mehrwegverpackungen aus Holz oder Kunststoff.


Verantwortungsvoll im Team


Die Eventagentur, die Veranstaltungstechniker und die Eventdienstleister: Alle drei Betriebe arbeiten seit Jahren im Team und haben sich bewusst zu dritt in Sachen Nachhaltigkeit zertifizieren lassen. In der Dreierkonstellation schaffen wir Synergieeffekte, so Simone Marschall: „Logistik und Personal sind meist der größte Kostenblock. Indem wir Equipment gemeinsam transportieren und Aufgaben bündeln, lassen sich CO2 und Kosten reduzieren“. Knut Vöhringer ergänzt: „Nachhaltigkeit ist für uns alle drei auch intern ein Thema. Das heißt zum Beispiel, dass wir alle Nachwuchs ausbilden und weitgehend mit Festangestellten arbeiten.“





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